Es ist schon ein paar Jährchen her, aber aus gegebenem Anlass habe ich mal meinen „Urzeit LED Cube“ ausgegraben. Getreu dem Motto „Schönheit durch Einfachheit“ (um jetzt nicht Primitivität zu schreiben) habe ich das Ding seinerzeit aus nur 4 Bauteilen (1 ATtiny13, 1 Kondensator, 2 Widerstände) und 8 LEDs als Experiment zusammen geschustert.

2x2x2 LED Würfel aus 4 Bauteilen

2x2x2 LED Würfel aus 4 Bauteilen

Ja, er sieht schon ein bisschen mitgenommen aus. Und ja, die direkt an die Pins vom Mikrocontroller gelöteten LEDs, der auf einem Schalter klebt, der auf einem Knopfzellenhalter klebt, gewinnt bestimmt auch keinen Schönheitspreis. Aber hey, er funktioniert, obwohl ich ihn nicht sonderlich pfleglich behandelt habe, noch immer wie am ersten Tag.

Leider habe ich dem Experiment dann vorzeitig ein Ende gesetzt, als ich mit dem Flashen des ersten Testcodes auch das Flag RSTDISBL gesetzt habe. Uuupps. So habe ich gelernt, das man einen Mikrocontroller ohne Reset-Pin nicht mehr über die ISP-Schnittstelle flashen kann. Wer sich den Code anschauen moechte, hier ist er: 2x2x2_led_cube.asm.

Das erreichte Ergebnis ist für die Verwendung eines Mikrocontroller minimal. Hier waren ursprünglich anspruchsvollere Animationen geplant. Diese werde ich dann wohl erst in meinem zweiten Würfel umsetzen, welcher als 3x3x3 Würfel angedacht ist.

2x2x2 LED Würfel Schaltplan

2x2x2 LED Würfel Schaltplan

Damit ich mit nur 6 I/O-Pins 8 LEDs ansteuern kann, benutze ich Multiplexing. Hierzu habe ich die 8 LEDs in 2 Ebenen mit jeweils 4 LEDs aufgeteilt. Die Kathoden jeder Ebene sind zu einem Quadrat verbunden und die Anoden der jeweils übereinander liegenden LEDs hängen ebenfalls zusammen.

Um eine LED zum Leuchten zu bewegen, muss jetzt der I/O-Pin an der Anode mit „1“ und der Pin an der Kathode mit „0“ beschrieben werden. Damit weder der Mikrocontroller durch einen Kurzschluss, noch die LED durch einen zu hohen Strom zerstört werden, muss ein Vorwiderstand eingesetzt werden. Ich habe hier, da im Programm immer nur genau eine LED eingeschaltet ist, den Vorwiderstand an der Kathode eingesetzt und konnte mich somit auf 2 Widerstände beschränken. Möchte man mehrere LEDs gleichzeitig zum Leuchten bringen, so sollte man bei dieser Art der Beschaltung einen Vorwiderstand je Anode einsetzen.

Alles in allem ist es trotz des frühzeitigen Endes ein gelungenes Experiment, das ich immer mal wieder gern hervor krame und mich daran erfreue.

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